
Porto Alegre – Es hätte ein großer Schritt Richtung Tabellenspitze werden können, doch stattdessen gab es lange Gesichter beim FC Avaí: Mit 0:1 musste man sich auswärts bei Grêmio Foot-Ball Porto Alegrense geschlagen geben – und rutscht damit prompt von Platz 2 auf Rang 4 ab.
In einer Partie, die eher nach Schachspiel als nach Samba-Fußball aussah, neutralisierten sich beide Teams über weite Strecken. Avaí stand defensiv ordentlich, ließ aber offensiv die gewohnte Durchschlagskraft vermissen. Oder anders gesagt: Vorne war heute eher „Avaí light“ statt Vollgas.
Grêmio hingegen nutzte einen der wenigen Momente eiskalt aus – ein Treffer, der so unspektakulär wie effektiv war. Während die Hausherren jubelten, blickten die Avaí-Spieler etwas ratlos drein, als hätten sie gerade festgestellt, dass der Kaffee plötzlich koffeinfrei ist.
In der Schlussphase versuchte Avaí noch einmal alles, doch zwingende Chancen blieben Mangelware. Der Ball wollte einfach nicht ins Netz – vermutlich hatte er schon Feierabend.
Unterm Strich steht eine bittere Niederlage, die nicht nur Punkte kostet, sondern auch Tabellenplätze. Von Rang 2 auf 4 – das ging schneller als ein Sonntagsspaziergang bei Regen.
Jetzt heißt es für Avaí: Mund abwischen, Krone richten und im nächsten Spiel wieder zeigen, dass man mehr kann als nur „knapp daneben“. Denn eins ist klar: Die Saison ist noch lang – und der nächste Sieg hoffentlich nur einen Schuss entfernt.