Vier Mannschaften, sechs Punkte – so steht’s nach dem zweiten ZAT in der Conference League. Kein Team ist raus, keines wirklich durch. Eintracht Frankfurt hält sich mit zwei Siegen aus vier Spielen über Wasser, liegt aber mit –4 Toren und 8,8 TK auf dem Papier etwas hinter der Musik. Doch in dieser Gruppe gilt: Musik ist Ansichtssache. Nach jedem Spieltag klingt sie anders.
Der zweite ZAT war ein wilder Ritt zwischen Lehrstunde und Lehrbuch. Erst die deutliche 0:5-Klatsche bei Brighton & Hove Albion, dann die perfekte Antwort im Rückspiel – 4:0, souverän, präzise, mit jener Ruhe, die Frankfurt bisher so selten zeigen konnte. Parallel schaukelten Swansea und Galway ihre eigenen Duelle ebenfalls in zwei Akten: einmal Kantersieg, einmal Revanche. Das Ergebnis: vier Teams, punktgleich, und ein Tabellenbild, das aussieht, als hätte jemand auf „Reset“ gedrückt.
Für Frankfurt ist das kein Grund zur Panik. Die Defensive steht, wenn sie gefordert wird, das Mittelfeld spielt inzwischen strukturierter. Nur vorne fehlt manchmal der letzte Biss, das Tor, das aus einem ordentlichen Abend einen großen macht. Trotzdem – der Glaube ist da, und der Trainer weiß: In dieser Gruppe reichen am Ende zwei gute Abende, um weiterzukommen.
Am kommenden ZAT geht’s gegen Galway United und Swansea City – zwei Gegner, die schon wissen, wie Frankfurt schmeckt. Beide Spiele werden über Nerven entschieden.. und über TK. Die Tabelle ist eng, und wer zweimal verliert, ist raus. Aber wer einmal trifft, kann alles drehen.