
Zwei Vereine, zwei Menschenmassen. Und irgendwo dazwischen die Unparteiischen, die sich mit keinem Verein identifizieren dürfen und trotzdem oder gerade dadurch Teil der Gemeinschaft werden. Die Zuschauer lenken ihre gesamte Aufmerksamkeit, Konzentration und Energie auf das Fußballspiel. Die Fußballspieler nehmen diese Kraft auf und setzen sie in sportliche Leistungen um. Es ist ein Geben und Nehmen. Nicht nur von den Zuschauern, sondern auch von den Spielern wird erwartet, dass sie sich mit ihrem Verein identifizieren. Es geht nicht nur um das Geld, es geht noch um was ganz anderes. Auch die Spieler müssen sich mit den Werten, der Geschichte, der Identität des Vereines identifizieren können. Sie verkörpern den Klub, und das noch viel mehr, als es ein Zuschauer tun könnte. Während die Identifikation der Fans eher spiritueller Natur ist, ist die der Spieler vor allem physischer Natur. Je mehr die Sportler sich mit ihrem Verein identifizieren können, desto besser werden ihre sportlichen Leistungen. Die Identifikation mit dem Verein ist keine Option, sondern eine Notwendigkeit.