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30 Pokalartikel von Millwall FC, aufgeteilt nach Wettbewerb.



Bermondsey, South London. Lions vs. Hammers, so die erneute Halbfinalpaarung im Pokal. Wie immer ein Prestigeduell in der Londoner Nachbarschaft. Und mal wieder auf Augenhöhe. Dass Joe immer den Pokalsieg im Visier hat, ist nichts Neues. Aber auch bei uns sieht es nicht viel anders aus. Wie immer gilt das Motto: Lieber die Taube auf dem Dach, als den Spatz in der Hand. Oder doch nicht? Die Lage ist zugegeben knifflig. Man könnte durchaus auf unbedingten Finaleintzug spielen und hoffen, dass Blackburn, als vermutlicher CL-Teilnehmer, für uns einen Platz in der EL freimacht. Etwas TK-Bonus in der Clubkasse wäre auch nicht so verkehrt.Und ein Vize in der Vita ist auch nicht nichts. Oder doch? Vielleicht doch eher eine philosophische Frage.


Das war ja mal haarscharf. Erst im zweiten Anlauf konnten unsere tapferen Penalty Schuetzen dem hartnaeckigen Gegner aus Manchester den Garaus machen. Doch Manchester bleibt weiter im Rennen. diesmal, wie erwartet, United, das sich seine Kraefte fuer das Finale etwas aufsparen konnte und kein Risiko im Halbfinale gehen musste. Wie auch immer, ums Elfern wird Nelson nun nicht mehr kommen Auf serinem Weg zum GBE. Und selbstverstaendlich werden unsere tapferen Lions seinen Red Devils die Sache so schwer wie moeglich machen. In diesem Sinne... Welcome to Hell!
Denn schliesslich gehoert der Cup nach London. Da ist man sich jedenfalls suedlich der Themse einig. Insbesondere nach dem ungluecklich verlorenem Liga Cup Finale ist der Hunger nach Silverware umso groesser. Aber wer auch immer am Ende der Unterlegene sein wird, er wird seine Vizeitelsammlung erweitern. Und hier gibt es nach wie vor einen klaren Sieger, naemlich mich, mit 10 Vizetiteln. Moege vorerst kein weiterer hinzukommen!

So knapp wie erwartet war es am Ende dann doch nicht. Und man haette sicher ein paar Patronen sparen koennen. Aber dennoch sieht man suedlich der Themse eine Menge lachende Gesichter. Schliesslich wurde mit dem Einzug ins Halbfinale ein grosser Schritt richtung Wembley gemacht. Und der zugeloste Gegner aus dem Norden Londons ist sicher kein Fallobst, aber eben auch keine unueberwindbare Huerde. Auch wenn Newsastle statt Tottenham sicher die angenehmbare Aufgabe waere.
Doch die wirklichen Lacher gab es natuerlich nicht wegen des Weiterkommens. Halb London kruemmte sich vor Lachen oder schuettelte den Kopf, als das selbstgedrehte Kurzvideo des Trainers auf Twitter erschien. In diesem fabuliert die Trainerlegende von einem Fluch, der ueber Millwall laege, und dass die Lions noch nie den FA Cup gewinnen konnten. Fakt ist natuerlich, dass Millwall zuletzt 2011 diesen Pokal gewonnen hat. Und das unter Sir Hodges selbst. Erste Stimmen forderten gar den Trainer einem Drogenscreening zu unterziehen, andere den Sir Titel abzugeben, wieder andere endlich abzutreten. Doch in den einschlaegigen Pubs, rund um The Den, nahm man die Sache etwas gelassener und empfahl dem Trainer besser die oertlichen Pubs aufzusuchen, statt zur naechtlichen Stunde zu twittern.
By the way, man wuenschte sich die Abschiede von Demis und Mini waren ebenfalls Fakenews...

Ohne große Mühe konnte Millwall die Hürde der Gruppenphase nehmen. Dass es im Viertelfinale gegen Everton ebenso klar und eindeutig wird gilt als unwahrscheinlich. Es wird, wie es eben oft in der KO-Phase ist, vermutlich eine knappe Entscheidung. Trotz des leichten Kraftvorteils begegnet man sich letztlich auf Augenhöhe. Und es ist, wie oft habe ich das eigentlich schon geschrieben, eine Ewigleit her, dass man als Trainer zuletzt den FA-Cup gewinnen konnte. Damals noch mit Charlton, den guten alten "Addicks". Wie konnte dieser stolze Club nach meinem Weggang so in der Versenkung verschwinden und vor allem wie die Zeit vergeht...
Mit Millwall konnte man diesen Pokal bekanntlich noch niemals in die Höhe stemmen. Genau genommen hat Millwall noch nie in der Torrauschgeschichte diesen Cup gewinnen können. Manche sprechen schon längst von einem Fluch. Es wird Zeit diesen Fluch zu beenden. Aber wer weiß wie oft man diesen Satz noch bemühen muss...

Südlich der Themse. Wie lange ist es eigentlich her, dass Millwall den FA-Cup gewonnen hat? Da musste ich selbst noch mal ins Archiv schauen. Eine halbe Ewigkeit. Kurz nach der letzten Meisterschaft. Da hat sich gefühlt die Hälfte der aktuellen PL-Trainer noch ihre Toppen in den Jugendteams ihrer Stadtteilclubs geschnürt. Kurzum, es ist wirklich an der Zeit den ältesten Pokalwettbewerb mal wieder für sich zu entscheiden. Oder nächstes Mal, oder übernächstes, oder so.
Interessant scheint übrigens der neue Modus im FA-Cup. Die verzerrende Quali fällt weg. Und 5er-Gruppen haben auch ihre Vorteile. Aber 2 aus 5 macht die Sache nicht einfacher. Vielleicht gerechter. Vielleicht spannender. Aber am Ende bleibt es doch vor allem das glückliche Händchen, das den Ausschlag gibt.

The Lions' Den. Der Auftakt im FA Cup verlief unspektakulär, kräfteschonend und dennoch relativ erfolgreich. So das Resümee, in den Pubs südlich der Themse, wo der trinkfeste und treue Anhang noch mit Herzblut über die Lage im Verein palavert. Fernab der üblichen Kommerz und des Event-Publikums. Ob der anfängliche Sparmodus auch wirklich zielführend war, wird sich aber vermutlich erst am letzten ZAT zeigen. Zunächst gilt es jedenfalls das Heimspiel gegen die Spurs zu gewinnen, um nicht vorzeitig unter Druck zu geraten oder gar alle Ambitionen ad acta legen zu müssen. Schließlich würde man ihn gern wieder mal irgendwann gewinnen, den legendären FA-Cup. Und der letzte Gesamtsieg in diesem Wettbewerb ist schon fast so lange her wie die letzte Meisterschaft. Also nicht nur eine gefühlte Ewigkeit her.

The Lions' Den. Man mußte nochmal alles geben im letzten Heimspiel der Gruppenphase. Viel Spielraum für taktische Manöver gab es nicht mehr. Zwar macht der Bonus für den Gruppensieg den Energieaufwand halbwegs erträglich. Aber relevant ist es eigentlich auch nicht. Hauptsache weiter. Schließlich ist der Kontrahent im Viertelfinale ähnlich ausgestattet. Und sieht im FA Cup vermutlich eine Möglichkeit dem drohenden Abstieg zu entgehen. Damit muß sich Millwall nach dem vorletzten Spieltag nicht mehr plagen. Immerhin. Doch das Ziel ist natürlich auch südlich der Themse der Gewinn des dritten FA Cups. Insofern gibt es eine wage Hoffnung, daß dieses Duell nicht das torreichste wird. Und daß sich das Losglück im Falle eines Weiterkommens auch mal wieder südlich der Themse blicken läßt.

Da hätte man doch mit etwas Glück das Viertelfinalticket lösen können. Aber es sollte nicht sein. Mit 9 Punkten stehen unsere Lions zwar weiterhin ganz ordentlich. Aber gegen Nottingham wird man nochmal die PS auf die Straße bringen müssen. Zumal der Kontrahent mit wenig Chancen, aber gut geladenem Magazin da steht. Die erhoffte Reservenersparnis kann man wohl ad acta legen. Oder sollte wir doch auf Risiko spielen und einen müden Liter Super Plus mit der Thermoskanne ins Viertelfinale schleppen? Vielleicht wird es am Ende doch noch entscheidend. Vielleicht leistet sich unser Gegner sogar einen NMR. Vielleicht, vielleicht. Sicher ist nur, daß ich bei PS und Benzin niemals sparen werde, endlich meinen dritten FA Cup will und die Pokalzeitung grundsätzlich nervt Damn.


The Lions' Den. Wie erwartet haben unsere Lions das Viertelfinale erreicht. Daß es nicht Platz 1 wurde, ist schon etwas ärgerlich. Zumal uns damit wichtiges TK entgeht. Ob es letztlich am NMR von Villa lag oder die clevere Taktik ihres Gegners aus Norwich des Ausschlag gab, wird für immer ein Geheimnis bleiben.
Nun freut man sich jedenfalls auf das alleseits berühmt-berüchtigte Derby gegen West Ham. Vor allem die hitzige Fanschaft. Was in den letzten Spielzeiten sportlich nicht so häufig für Furore sorgte, bleibt für die Fanlager natürlich ein Highlight. Da werden alte Traditionen gepflegt. Schließlich ist man hier in England, in London. Apropos Traditionen, die sind hinsichtlich beider Manager nicht geringer. Die guten alten Chelsea vs Charlton Zeiten, als man sich noch alljährlich um Meistertitel duellierte.

Die Weichen für's Viertelfinale sind gestellt. Und der Mut zum Risiko wurde ausreichend belohnt. Zumal nicht ernsthaft zu erwarten war, daß man beide Partien mit Minimalaufwand gewinnen würde. Insofern dürfen unsere tapferen Lions mit dem fuchsigen Sieg in Birmingham zufrieden sein. Der Doppelschlag zum Ende des Rückspiels ließ den Villans-Anhang jedenfalls abrupt verstummen. Nur einer sang noch unbeeindruckt merkwürdige Lieder. Noch lange nach Spielschluß. So ein fetter Typ mit noch fettigeren Haaren. Glasiger Blick, wackelige Beine. I'm a Dreamer und so. Man munkelt es war ihr Edelfan Ozzy. Aber das nur am Rande.
Nun gilt es die Hürde Man City zu nehmen. Die müssen eigentlich beide Partien gewinnen um noch eine Chance auf's Viertelfinale zu haben. Man wird auf der Hut sein, südlich der Themse. Vom Rückspiel in Norwich verspricht man sich indes weniger.

The Lions' Den. Das war mal wieder ein gelungener Auftakt im diesjährigen FA-Cup. Wie im vergangenen Jahr dürften 2 Heimsiege aus den verbliebenen Partien für's Weiterkommen reichen. Doch auch die müssen erst mal eingefahren werden. Immerhin hat man es am kommenden ZAT mit dem Paten aus Birmingham zu tun. Und er weiß offenbar wie im Pokal der Hase läuft. 2 Cups in 2 Spielzeiten – unterschätzen sollte man ihn nicht. Auch wenn die Erfolge aus dem League Cup stammen. Südlich der Themse nimmt man die Sache dennoch gewohnt locker. Wenn es gelingt die Gruppenphase zu überstehen, können wir auf eine günstige Auslosung hoffen. Denn dort fängt es erst richtig an, wie wir im Vorjahr mal wieder schmerzlich erfahren mußten. Nach einer perfekt gespielten Gruppenphase. Und einem sehr motivierten VF-Gegner.

The Lions' Den. Yeah! Viertelfinale! Yeah? Keine Ahnung wie oft man schon in jenem war. Und wer interessiert sich morgen dafür. Nicht mal man selbst. Bei einer Finalteilnahme kann man sich unter Umständen noch ein wenig über eine verpaßte Chance ärgern. Taugt aber letztlich auch nichts. Ein Cup-Gewinn muß her, sonst war die taktische Glanzleistung aus der Gruppenphase auch nur brotlose Kunst. Immerhin darf man annehmen, daß unser Londoner Gegner ähnliche Ambitonen hat und die Chance auf den Gesamtsieg nicht für ein paar lausige Pfund frühzeitig begraben wird. Wann hatte man eigentlich selbst das letzte Mal das Vergnügen? Puuh... 2011-3 war's... eine denkwürdige Saison. Immerhin hatte man die große Chance das nationale Triple zu gewinnen. Und mit dem FA Cup hat auch alles irgendwie angefangen. Damals 2007. Fuck, wie die Zeit vergeht.







Wer hätte gedacht welche Wendungen so ein Pokalverlauf nehmen kann. Nach dem Achtelfinale schienen unsere mutigen Lions fast durch zu sein. Hatte man doch alles auf eine Karte gesetzt und voll ins Schwarze getroffen. Dass im Viertelfinale noch einiges passieren könnte, war uns natürlich bewusst. Aber es kam noch schlimmer. Eigentlich war man im Hallbfinale schon geschlagen. Und dennoch gelang es uns die Kurve zu kriegen. Erneut mit vollem Risiko. Und so kommt es zu einem Finale auf Augenhöhe gegen den Titelverteidiger aus Nordlondon. Ein Verlauf den man hier in all dwen vielen Jahren noch nicht erlebt hat. Und Michael, als mittlerweile alter Fuchs, weiß was ihn erwartet. Andersrum wissen wir natürlich auch was uns erwartet. Beide Teams werden fighten als ginge es um den Weltmeistertitel. Möge derjenige gewinnen, der mehr Geschick und Nervenstärke im Elfern zeigt.

Im Grunde sieht man es südlich der Themse, wie auf der anderen Seite, beim Nachbarn im East End. Alles lief halbwegs nach Plan, aber auf manch einem Platz ticken die Uhren offenbar anders.
Und doch ist man in Südlondon nicht gewillt die Flinte ins Korn zu werfen. Gekämpft, gebissen und taktiert wird bei uns bis zur letzten Spielsekunde. Wie im Eishockey. Anderenfalls hätten wir die letzten beiden EC-Titel, insbesondere den EL-Cup, niemals gewonnen, ohne volles Risiko gegangen zu sein. Wie auch immer sich unser alter und geschätzter Rivale Joe entscheiden mag oder schon entschieden hat, bei uns fallen die Würfel gerade. Für die Zuschauer werden es jedenfalls 2 geile Spiele... Schließlich treffen auch 2 große Clubs aufeinander, die den englischen Fussball geprägt haben.


Der League Cup ist in all den Jahren jener Wettbewerb geblieben, in dem man immer wieder Zeichen setzen kann. Eine Art Konstante, selbst dann wenn es anderswo suboptimal läuft. Und so verwundert es wenig, dass Millwall auch in diesem Wettbewerb seine letzten Erfolge feiern durfte. Und wenn man noch weiter zurckblickt, war es auch in der Charlton-Zeit ähnlich. Vielleicht liegt es auch an der Lässigkeit mit der man hier auftreten kann, sich andererseits aber auch bewusst ist, dass mit dem Cupgewinn gleich 3 Fliegen mit einer Klatsche geschlagen werden – Titel, EC-Platz und Nichtabstiegsgarantie. Und all das noch in der Hinrunde der Meisterschaft. An Motivation dürfte es also objektiv betrachtet niemandem fehlen. Insofern hofft man südlich der Themse, dass der zugeloste Gegner aus Watford ähnliches im Fokus hat.

Es ist schon eine Weile her, daß unsere tapferen Lions einem Cup so nahe waren. Bezeichnete man einst das Wembley-Stadion als sein zweiten Wohnzimmmer, ist es in den letzten Spielzeiten irgendwie der Reichweite entrückt. Insofern ist man südlich der Themse natürlich fest entschlossen die Gunst der Stunde zu nutzen und den League Cup wieder dorhin zu bringen, wo er sich in guter Gesellschaft befindet – in unsere leicht angestaubte Trophäenvitrine.
Daß es im Halbfinale gegen den alten Fuchs Tichy aus Fulham geht, macht die Sache normalerweise nicht einfacher und garantiert ein spannendes Duell. Schliesslich kennt man sich, bzw. sein Setzverhalten, aus etlichen Pokalpartien bestens. Doch diesmal sind die Kräfteverhältnisse einfach zu eindeutig.

The Lions' Den. Da hätte man sich gern etwas mehr Munition für das Viertelfinale gespart, aber gegen QPR gab es nach den Erfahrungen der letzten Saison wenig Anlaß für einen Energie schonenden Versuch. So ließ man diesmal nichts anbrennen und sicherte sich den Sprung in die nächste Runde.
Gegen Blackburn und seinen Trainerfuchs sind zumindest die Ziele auf beiden Seiten klarer definiert. Was letztlich zählt, ist der Cup-Gewinn, alles Andere dürfte weder ihn noch mich ernsthaft tangieren. Insofern wird man sicher nicht durch die Wand rennen und ebenso wenig am falschen Ende sparen wollen. Der TK-Vorteil liegt zwar nicht auf unserer Seite, aber das muß im Pokal bekanntlicht nicht zwingend von Nachteil sein. Genug der Küchenpsychologie. Die Pizza ist fertig.

