
Der Auftakt in den Pokal geriet zunächst unspektakulär. Beim 1:1 gegen den SV Werder Bremen tat sich Augsburg schwer, klare Chancen in Tore umzumünzen. „Kein Feuerwerk, aber ein ordentlicher Start“, schrieb die Augsburger Allgemeine am Tag danach. Wasserlasser sprach von einem „typischen ersten Gruppenspiel“, in dem es vor allem darum gegangen sei, nicht mit einem Fehltritt zu beginnen.
Am zweiten ZAT folgte dann das erste Ausrufezeichen. Gegen den VfB Stuttgart gewann Augsburg mit 2:1 und zeigte dabei genau jene Mischung aus Geduld und Zielstrebigkeit, die dem Team in den ersten Ligaspielen noch gefehlt hatte. Besonders auffällig: Augsburg ließ sich nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich nicht aus der Ruhe bringen. „Das ist eine Mannschaft, die gelernt hat“, kommentierte ein Beobachter im Kicker-Regional. Wasserlasser selbst sprach nach Abpfiff von einem „wichtigen Spiel für die Überzeugung“.
Der dritte Spieltag bestätigte diesen Trend. Beim 2:1-Erfolg gegen den DSC Arminia Bielefeld präsentierte sich der FCA erneut effizient und defensiv gefestigt. Zwar war Bielefeld phasenweise spielbestimmend, doch Augsburg blieb kompakt und nutzte seine Momente. „Nicht dominant, aber erwachsen“, fasste die Schwäbische Fußballzeitung zusammen.
In der Tabelle spiegelt sich diese Reife wider. Nur Borussia Mönchengladbach steht mit drei Siegen noch vor dem FCA. Dahinter aber lauert ein breites Feld, in dem mit Stuttgart, Bielefeld und Köln mehrere Teams nur einen Ausrutscher vom Anschluss entfernt sind. Selbst Bremen ist trotz nur eines Punktes noch längst nicht abgeschlagen – ein Beweis für die lange Distanz dieser Gruppenphase.
Wasserlasser mahnt daher zur Vorsicht. „Sieben Punkte sind gut, aber sie bedeuten nichts, wenn man denkt, man wäre schon durch“, erklärte er gegenüber der Presse. „Diese Gruppe verzeiht keinen Leerlauf. Wir müssen jedes Spiel so angehen, als stünden wir bei null.“
Der Pokal wird damit für Augsburg mehr als nur ein Nebenwettbewerb. Er ist ein Gradmesser für die Entwicklung nach dem holprigen Saisonstart. Noch ist nichts entschieden – aber der Titelverteidiger hat sich früh eine Position erarbeitet, aus der heraus er wieder gestalten kann.