Es ist wieder so weit: Die Champions League öffnet ihre heiligen Pforten – und mittendrin, geschniegelt, gebügelt und mit ordentlich Selbstbewusstsein im Gepäck, der FC Vaduz. Vor dem Saisonstart herrscht im Rheinpark eine Mischung aus Vorfreude, Nervosität und dem leisen Gedanken: „Warum eigentlich nicht wir?“
Zum Auftakt der Gruppenphase wartet mit KAS Eupen ein Gegner, der auf dem Papier solide wirkt – aber Papier ist bekanntlich geduldig, vor allem wenn Vaduz in internationaler Stimmung ist. Die Belgier reisen mit viel Respekt an, denn man hat sich in Eupen offenbar die letzten Europacup-Auftritte der Liechtensteiner mehrfach angeschaut. Gerüchten zufolge inklusive Notizblock und Stressball.
Trainer Hermuz gibt sich wie immer gelassen: kein großes Tamtam, keine wilden Versprechungen. Stattdessen die klare Ansage: „Wir wollen Fußball spielen – und am liebsten so, dass es Eupen ein bisschen weh tut.“ Die Mannschaft wirkt bereit, die Beine locker, die Köpfe frei und die Trikots frisch gewaschen – beste Voraussetzungen also.
Die Fans dürfen sich auf einen klassischen Vaduz-Auftritt freuen: viel Einsatz, taktische Disziplin und immer die Bereitschaft, dem Favoriten ein Bein zu stellen – natürlich sportlich. Sollte es am Ende Punkte geben, nimmt man sie dankend mit. Sollte es sogar ein Sieg werden, wird man in Eupen vermutlich noch lange nach dem Grund suchen.
Fazit vor dem ersten Anpfiff:
Der FC Vaduz startet nicht als Favorit, aber als unangenehmer Gast der Champions League. Und genau das war schon oft der Anfang von sehr unterhaltsamen Abenden.
Anpfiff gegen KAS Eupen – Europa, halt dich fest.