
Zunächst mal möchte ich Cord Reck zum Titel gratulieren. Letztlich wurde er am letzten ZAT seiner Favoritenrolle gerecht … hatte ich ja auch im Vorfeld quasi schon prognostiziert. Trotzdem ist der Titel für ihn keineswegs selbstverständlich: Immerhin startete Everton ja nur mit dem Start-TK eines Fast-Absteigers sowie ohne die Zeitungsboni. Das muss man erstmal schaffen - belegt aber eben auch die enorme Qualität in der Breite, die wir hier in England haben!
Trotzdem musste da natürlich ALLES passen, damit es zum Titel reicht … und das war bei Everton auch so: Zu Hause ohne Punktverlust - wobei abgesehen vom letzten ZAT auch von keinen mehr als 2 Tore in Everton gesetzt wurden. Und auswärts halt da gepunktet, wo es relativ sicher möglich war: in Nottingham und Sunderland, als deren Trainer noch sehr vorhersehbar gesetzt haben. Sowie bei den Wolves, als die auf dem (vor-)letzten Loch gepfiffen haben. So richtig „gut“ war da eigentlich nur der letzte ZAT mit der abgewehrten A4 von WestHam und dem Schweinchensieg bei Newcastle. Normalerweise reicht das aber trotzdem nicht zum Titel - diesmal aber schon, weil die Liga so ausgeglichen war wie selten. Denn wenn die Abstiegsplätze bei 51 Punkten liegen, braucht der Meister auch ein paar weniger.
Womit ich jetzt aber nicht sagen will, ich hätte die Meisterschaft „mehr“ verdient. Klar ist es ärgerlich, so nah vor dem Ziel abgefangen zu werden. Und so nah war ich seit Jahren nicht mehr dran. Aber „verdient“ gehabt hätte ich ihn nicht. Das hatte ich ja vorher schon ein paar mal geschrieben. Im Grunde hatte mich nur meine fast makellose Heimbilanz gerettet (nur gegen Leeds gabs eine Pleite - für die ich mich dann am Ende noch revanchiert habe … also Ansage für die nächste Saison: besser lassen - das bekommt Euch schlecht ;-)). Auswärts war die Ausbeute miserabel: 30 Tore, 4 Siege. Das sind 7,5 Tore pro Sieg und zeigt das fehlende Händchen.
„Verdient“ gehabt hätte die Meisterschaft eher Andi. Seine Taktik war einfach nur klasse! Sieht man auch klar am TV - MINUS 8. Das zeigt das echt tolle Händchen und damit muss man erstmal soweit oben landen. In der Hinrunde erstmal massiv TK aufgespart, aber im entscheidenden Moment die Kurve bekommen, sodass zu Hause kaum was liegen gelassen wurde. Und in der Rückrunde dann kaum ein Spiel verloren gegeben. Dabei den Heimbolzern mehrfach kräftig was reingewürgt. Teuer, aber effektiv. Die ZATs 7-10 von ihm waren allererste Sahne! Nur die letzten beiden ZATs hat er dann nicht mehr so gut gesetzt, finde ich. Das war an ZAT 11 Angst vor der eigenen Courage und am letzten ZAT überdreht (TK auf alle Spiele verteilt; gegen Everton oder die Rovers hätte da mehr gesetzt werden müssen - z.B. H1 gegen Everton und 5A gegen Blackburn oder H4 gegen Everton und den Rest gegen Palace ODER Sunderland … das wäre besser gewesen).
Letztlich weiß man es hinterher natürlich immer besser. Und könnte jetzt noch kräftig „hätte, hätte, Fahrradkette“ spielen. Z.B. mal so als Beispiel wenn ich meine A6 bei Villa statt Leeds gesetzt hätte, wäre Villa abgestiegen und Leeds auf Platz 8 statt 12.
So wie die Zugabgaben waren, hätte aber am letzten ZAT weder Andi noch ich eine Chance gehabt - es gab keine bessere Zugabgabe, mit der einer von uns selbst an Everton vorbeigekommen wäre. Insofern war der Titel für Cord Reck sogar „alternativlos“. Den konnte er nur selbst vergeigen (s.o.). Was er aber nicht hat.
Ansonsten gab es noch ein paar andere Züge, die ich nur schwer verstanden habe. Die A5 von Pool in Birmingham zum Bleistift - da hat Bataan unnötigerweise was liegen gelassen. Andere waren echt stark - so wie die H6 der Wolves gegen Chelsea, mit der Qubert gerade noch so seinen Kopf aus der Schlinge ziehen konnte. Oder auch die komplette Setzung von Sir Michael. Die aber leider nach einer verkorksten Saison auch bitter nötig war.